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Anbaden!

Sie sind ja hart.
Noch bevor der Mai da war, mussten sie gestern das erste Mal in die Elbe.

Vorher allerdings noch ein paar “Karpfen fangen”.
Ungalublich! Ich habe das das erste Mal gesehen.
Die Viecher sind bestimmt 30 bis 40cm lang
und springen aus dem Wasser, um sich Futter zu holen.
Und sie kloppen sich um die Weibchen, weil gerade Paarungszeit ist.
Sagt zumindest der Tierexperte der Horde gestern.

 

Feuer und Flamme

Manchmal erfordert es etwas Spontaneität,
wenn das Kind morgens um 8h anfängt, Projekte zu haben.

 

Gut, dass dann auch irgendwann immer der Abend kommt,
so dass man all die tollen Fackeln auch nutzen kann.

Schon wieder abends um neun

Ich hab den Vater des Experimentators abgeholt und bereitete mich innerlich drauf vor, den Experimentator selbst möglichst sanft vom “Es war einmal der Mensch”-Marathon abpflücken zu müssen.

Und was sah ich, als ich das Wohnzimmer betrat?
Er hat sich das Mathebuch genommen.
Einfach so.
Weil er Lust dazu hatte.
Und dazu eine Orange gegessen.

Brennendes Wasser

Abends um neun.

“Mama und Papa! Kommt mal! Ich will ein Experiment machen. Ich brauche ein großes Glas Wasser. Und Wunderkerzen.”

“Oh”, sagte er da, “jetzt weiß ich, warum die bei Wissen macht Ah! gesagt haben, man soll das nicht zuhause machen.”

Glücklicherweise kennt sich der Papa des Experimentators mit Chemie aus und wusste, was passieren würde. Dass das Magnesium aus den Wunderkerzen das Wasser aufbricht in Wasserstoff und Sauerstoff und man dadurch das Wasser in Brand setzen kann.

Wir haben das Ganze dann noch dreimal im Garten wiederholt. ;-)

Wir haben so ein Glück!!!

Seit Ewigkeiten will ich Magnetexperimente machen.
Und dann ist mir doch tatsächlich der tesa-Roller runtergefallen.
Was für ein Glück! Was für ein Spaß!

Die winzigen Eisenkugeln da drin sind tausendmal besser als jegliche Metallspäne vom Werkzeugmacher. Späne sind fies, an denen kann man sich Metallsplitter einziehen, und wer will das schon?
Aber dieser Eisen-”Sand” ist klasse.

 

Draußen

Die letzten beiden Winter fielen mir leicht. Durch den Schnee und die klare eisblaue sonnige Kälte waren sie  freundlich und gut zu ertragen.

Dieser Winter hingegen ist bisher grau. Dunkel. Trist. Und doch: Selbst das dunkelste, tristeste Regenwetter ist weniger dunkel, wenn man sich den Regen direkt ins Gesicht peitschen lässt und das schüchterne bisschen Tageslicht auskostet.

Wenn ich mit dem Zottelhund draußen war, kam mir in den letzten Tagen oft der Gedanke – wir haben kürzlich wieder Stephen Hawking gelesen – wie es wohl sein muss, wenn man auf einer Welt lebt, wo es immer dämmerig ist… Immer kalt. Wo nie die Sonne scheint.

Es ist gut, dass es bei uns auch im Winter ab und zu hell wird. Einen gibt es, den stören das triste Dunkel und die ungemütlich zwischen alle Schichten kriechende Kälte nicht. Er geht derzeit allabendlich raus um mit seinem Freund im Halb- bis Stockdunkel ein Blumenbeet im Vorgarten anzulegen, egal wie das Wetter ist.
Er leidet nicht, er jammert nicht. Er ist noch nicht alt genug, um zu jammern.
Er lebt einfach. :-)

 

EcoBabe

Ich muss das mal eben zwischendurch einwerfen. Ich habe diesen unglaublich netten Blog gefunden, bzw. bin von Frau Windelfrei-Schmidt darauf aufmerksam gemacht worden: Guckt mal!

Er macht mich sehr sehr glücklich. Weil er mir zeigt, dass auch die nächste Baby-Mütter-Generation auf Zack ist.

Ach. Sowas Schönes.

Fisch ist Fisch

Leo Lionni war ein weiser Mann. Fisch ist Fisch.

Für alle, die sich an die Geschichte nicht erinnern: In einem Dorfteich leben eine Kaulquappe und eine kleine Plötze. Sie sind Freunde. Eines Tages wachsen der Kaulquappe Beine und sie wird zum Frosch. Nachdem der Frosch seinem Freund, dem Fisch, die Wunder des Festlands beschrieben hat, will dieser auch an Land und springt mit einem mächtigen Schlg seiner Schwanzflosse aus dem Teich. Zum Glück findet ihn der Frosch, als er da röchelnd liegt, und schiebt ihn zurück ins Wasser. Wie hell und kühl und klar und wunderbar das Wasser ist, stellt der Fisch dann fest. Von allen Welten, findet er, ist seine Welt die schönste.

Ponyprojekt in der Schule, Sachkunde und Sport in einem. Es ist weit weg von hier, deswegen chauffiere ich und bin dabei. Und als wir so hinkamen, ins Wendland, und die Dörfer immer malerischer und die Bäume immer zahlreicher wurde, da dachte ich so bei mir: “Ist das schön!” Und im nächsten Satz dachte ich: “Das will ich auch.”

Entsprechend habe ich zur Lehrerin meines Kindes gesagt: “Ich mache was falsch in meinem Leben. Es ist so schön hier! Ich will das auch.”
Und was sagte die Kluge? “Schatzerl, du hast es doch! Man muss nicht alles selbst haben, um es genießen zu können.”

Und wie Recht sie hat! Es blubbert gerade wieder einmal vor Dankbarkeit in mir. Was für ein Reichtum, alle Welten haben zu können, die man möchte! Was für ein Glück, diese Welten auch den Kindern bieten zu können, da waren die Lehrerin und ich uns einig. Sie lernen so viele Welten kennen, und irgendwann werden sie einen reichen Fundus haben, aus dem sie ihre eigene erschaffen können.

Das Ponyprojekt ist drei Tage. Die lange Autofahrt nach Haus in mein eigenes Habitat war aber gar nicht schlimm.
Fisch ist Fisch.

Flow

 

Es gibt Tage, die so voll sind von Glück und Zufriedenheit, dass es kaum zu fassen ist.

 

Zwei Übernachtungsgäste, total entspannter Abend.
Zum Vorlesen wollten sie Kasimir haben.
Kasimir lässt Frippe machen.
Und Kasimir malt.
Ich erfreue mich so sehr daran, dass diese 7-, 9- und 10jährigen Kinder sich noch so sehr an diesen schönen Bilderbüchern erfreuen können.

“Kasimir backt” haben wir dann heute früh vorgelesen.
(Entspannung zwischen all den “Drei ???”, die es sonst so gerade gibt.)
Der Kuchen, den Kasimir und Frippe der Astronaut und seine Freundin gebacken haben, schmeckte sehr gut.

***

 

 

Weil die Kaninchen keinen Kuchen wollten, haben sie Löwenzahn bekommen.
2 Eimer voll.
Gestopft.

Zirkus!

5 Tage Zirkuscamp.
Mit überaus beeindruckendem Ergebnis in jeglicher Hinsicht.

Über 30 Kinder, die sich vorher kaum bis gar nicht kannten, haben gemeinsam eine fantastische bunte 2-stündige Vorstellung gegeben. Mit Diabolos und Einrädern, Laufkugeln und Seiltanzen, Menschenpyramiden und Zaubertricks.

Jetzt schläft er, mein erschöpfter, glücklicher, stolzer Artist.

 

Ich war so berührt heute von diesen Kindern, die so hochkonzentriert ihre Vorstellung gegeben haben. Natürlich war ich entzückt und verliebt in mein Kind und berührt von seiner Begeisterung und seiner Leistung, aber wirklich Tränen in den Augen hatte ich, als sein Freund aufgetreten ist, der vorher solche Angst davor hatte. Und als ich ihn dann hinterher gesehen habe, wie er gestrahlt hat. So sieht jemand aus, der gerade den Mount Everest erklommen hat. Der ganze kleine Krachmacher hat geleuchtet bis mindestens nach Hamburg.

Wieder mal wird mir klar, dass man manche Dinge einfach abwarten muss.
Kein Kind braucht dazu gedrängt zu werden, irgendwas vor seiner Zeit zu machen. Anderswo schlafen zum Beispiel. Irgendwann passiert es einfach ganz von allein, wenn die Zeit da ist.

 

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